Licht und Ton


Gott war Einer – als Er den Wunsch hatte Viele zu werden, entstand eine Schwingung und aus dieser Schwingung ergaben sich zwei Aspekte: Licht und Ton.

Diese beiden Prinzipien gingen vom Absoluten Gott aus und sind der Weg zurück zu Ihm, der Pfad, den die Meister durch praktische und wissenschaftliche Erfahrung gelehrt haben.

Ihr werdet Symbole des Göttlichen Lichts- und Tons an den meisten religiösen Plätzen finden, sie repräsentieren das wahre Licht und den wahren Ton Gottes die bereits im menschlichen Körper existieren.

Das innere Tonprinzip ist allbewusst und zu fein für die Ohren, die Zunge oder die Feder. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, eine Sprache ohne Worte. Es besteht aus sich selbst heraus, erhält sich selbst und trägt sich selbst und ist sogar das eigentliche Leben von allem, was existiert, sowohl in der belebten also auch unbelebten Schöpfung. Es kann jedoch in der tiefsten Tiefe der Seele erkannt werden, denn beide (die Seele und Gott) sind von derselben Essenz, denn die Seele ist nur ein Tropfen aus dem Ozean allen Bewusstseins.                                                                              Sant Kirpal Singh

 

Der flammende Ton - ein Prinzip das alle Ebenen verbindet

Die Meister lehren, dass das eine gleiche Prinzip, das alle Ebnen verbindet, vom reinen Geist bis zur groben Materie, das Prinzip des Flammenden Tones oder der klingenden Flamme ist.
Als das Wort oder Shabd hinabstieg, nahm es verschiedene geistig-materielle Kräfte verschiedener Dichte an. Die Mystiker sprechen von purpurnem Licht und dem Licht der Mittagssonne oder der untergehenden Sonne und berichten vom Ton von Flöten, Harfen, Violinen, Muscheln, Donnerrollen, Glocken, fließendem Wasser und so weiter, aber obwohl es sich auf verschiedenen Ebenen verschieden offenbart, bleibt Shabd in sich gleich. Es ist wie bei einem Fluss, der an der schneebedeckten Spitze eines hoch emporragenden Berges entspringt und nach unten zum Meer strömt. Dabei verändert er sich in vielerlei Hinsicht, sowohl was die Umgebung, seine Gestalt, die Fließgeschwindigkeit und sein Aussehen betrifft, aber sein Wasser bleibt dennoch dasselbe.

Wenn jemand diesen hörbaren Lebensstrom in sich selbst finden könnte, und sein unteres Ende entdecken könnte, könnte er es als Weg nützen, der unweigerlich zu seiner Quelle führt.  
Der Strom mag an bestimmten Orten durch Schluchten und Stromschnellen führen, aber dennoch ist es der sicherste Weg für die Reise nach oben. Wie auch immer, vieles mag unzugänglich erscheinen, die Wasserströme werden sich aber einen Durchgang graben und eine Passage herausschneiden, und wer diesen Strom für seine Führung nützt, wird immer einen Weg finden.
Da dieser Strom von Naam oder dem Wort seinen Ursprung in Anaam oder dem Wortlosen hat, wird derjenige der entschieden daran festhält, unweigerlich seinen Ausgangspunkt erreichen, nachdem er Ebene um Ebene variierender Bedingtheit durchquert, bis er die eigentliche Quelle von Name und Form erreicht; um dann in dem aufzugehen, das keinen Namen und keine Form hat.

Sant Kirpal Singh

 

Frage: Sieht der Schüler Gott in seiner Meditation?

Sant Kirpal Singh: Niemand kann jemals den Absoluten Gott sehen. Die wirkende Gotteskraft oder Naam bringt sich in Form vom Licht- und Tonprinzip zum Ausdruck, das kann man, mit der Hilfe und Gnade eines kompetenten Meisters, sehen und hören mit den inneren Augen und den inneren Ohren. Er wirkt auf zweifache Art: als Kal und als Dayal. Die Mohammedaner beschreiben es mit den Worten Shaitan und Rehman, die Anhänger Zoroasters verwenden die Begriffe Aharman und Harmuzd. Man kann es die positive und die negative Kraft nennen, beides sind Aspekte des einen großen, unteilbaren Gottes.
Die negative Kraft, Kal, Shaitan, Aharman, repräsentiert die Kraft die sich zum Ausdruck bringt, die die ganze Schöpfung ins Sein bringt, und die andere, Dayal, Rahman und Harmuzd (die positive Kraft) repräsentiert die Kraft, die sich zurückzieht, die die Seele zu ihrer Quelle zurück bringt. Es sind die zentrifugal und die zentripetal Kräfte die in der Schöpfung wirken.
Das Gemüt ist ein Agent der negativen Kraft, es bringt uns immer in die äußere Welt. Auf der anderen Seite führt die Verbindung mit dem Göttlichen Wort die Seele zurück zu Gott, der Wortlos und Absolut ist.
Obwohl das Gemüt durch die Seele aktiviert wird, hat es jetzt die Herrschaft über die Seele erlangt. Das Gemüt wiederum wird von den Sinnen kontrolliert, oder den Sinneskräften. Diese wiederum ziehen uns in den Bereich der sinnlichen Vergnügungen, geboren aus unseren Verhaftungen an äußere Sinnesobjekte.
Der Meister erklärt uns wie wir durch Konzentration auf das Zentrum unseres Seins, die Seelenströme zurückziehen können, und schenkt uns eine Verbindung mit dem göttlichen Wort, das im Innern ist und das der Weg zurück zu Gott ist.
Die negative Kraft hält die Schöpfung die sich zum Ausdruck brachte und sich manifestiert hat, in ihrer Kontrolle. Kommt die Seele aber einmal mit dem Göttlichen Wort in Verbindung, wird sie mit der Hilfe und der Gnade des Meisters, von den Fesseln des Gemüts und der Materie befreit, und sie ist befreit vom Griff der negativen Kraft.

 

 

"The soul says, “O God, Your attention reaches far and wide, everywhere. Millions of souls are longing for Your blessing – they are standing at Your door to get Your Naam. But You give Naam only to those who love God from the core of their heart."

All the disciple needs he can get just by surrendering fully at the feet of the Master. When the disciple surrenders to Him, Master is happy, for He sees: “My child who was sent into the world with many promises and got lost in the fair of the world, has now returned to me.” Then, full of joy, the Masterpower takes the child to the place where His work is done so that the child may get further lessons. That is called Satsang. Through His word and blessing He dyes the soul in His own colour so that it may never leave Him again, for Master wants to keep His child close to Him. The soul then knows, “My Father is highest in the whole universe, no one is equal to Him!”

In the world there are two things that serve as guides to a weary traveller on a lonesome journey in a pitch dark night; to wit, Sound and Light. These are the two aids also on the Path of Spirituality. Each of them has its own purpose.We have the divine Light in us and from within it emanates Sound, and the two together have been described  as FlamingSound or Sounding Flame.

All life and all power come from it. From the sun to the candle flame, all light comes from this grand powerhouse. The energy of the scientist and the pranas of the yogins are butmanifestations of this life-stream which, like electricity in the air, is all-pervading and allpowerful.

Those who have mastered the Surat Shabd Yoga, or the yoga of the clestical Sound Current, teach that the Absolute, though free of attributes in Its primal state, projects itself into form and assumes two primary attributes: Light and Sound. It is no mere accident, they point out, that in the revelatory literature of all major religions there are frequent references to the "Word" which occupies a central position in their pattern.

From the book "The crown of life", written by Sant Kirpal Singh

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